Zum Thema Cyberbetrug „Betrügerische Supportanrufe“.

0
122

Am 8. September 2020 startet ein weiterer Teil der nationalen Kampagne zur Prävention von Cyberbetrug „Und Sie? Hätten Sie ja gesagt?“ zum Thema „Betrügerische Supportanrufe“ (Microsoft-Betrug). Die Polizeikorps der Schweiz und die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) bündeln ihre Kräfte mit anibis.ch, um die Bevölkerung für Verhaltensweisen zu sensibilisieren, die sie vor den Risiken dieser Betrugsform schützen, die höchst unerfreuliche Folgen haben kann.

Die Kantons- und Stadtpolizeien der Schweiz und die SKP haben 2019 eine nationale Präventionskampagne lanciert, um die Bevölkerung für die möglichen Gefahren im Zusammenhang mit der Nutzung des Internets zu sensibilisieren. Diese Bemühungen werden von anibis.ch, der grössten kostenlosen Kleinanzeigen-Plattform der Westschweiz, ebenfalls unterstützt. Im Rahmen dieser Kampagne wurden im vergangenen Jahr drei rund einminütige Videoclips veröffentlicht, die Betrugsdelikte auf Kleinanzeigen-Plattformen, dem Liebesbetrug im Internet und den Money Mules gewidmet waren. Sie wurden über die Medien und die sozialen Netzwerke verbreitet und auch in allen Kanälen von anibis.ch aufgegriffen. Die Präventionskampagne wird auch in diesem Jahr weitergeführt und greift drei weitere Themen auf. Nach einem ersten Teil zum Schwerpunkt Sextorsion folgt nun am 8. September 2020 der zweite Teil, der den betrügerischen Supportanruf in den Fokus rückt. Gegen Ende 2020 folgt dann der dritte und letzte Teil zu einer weiteren Art von Internetbetrug, mit dem die zweijährige Kampagne zum Thema Cyberbetrug und Cyberkriminalität abgeschlossen wird. Parallel zu dieser nationalen Präventionskampagne werden in den Kantonen verschiedene zusätzliche Sensibilisierungsaktionen durchgeführt. Dazu zählen etwa Plakatkampagnen, Verteilung von Postkarten, Hintergrundartikel auf Präventions-Webseiten oder Vorträge.

„Und Sie? Hätten Sie ja gesagt?“

Diese Kampagne will die Bevölkerung auf die Gefahren einer Form von Cyberbetrug aufmerksam machen, bei der Kriminelle Privatpersonen oder Unternehmen anrufen und sich als Mitarbeitende von Microsoft oder einer anderen IT-Firma ausgeben. Sie behaupten, auf dem Computer der angerufenen Person ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem entdeckt zu haben, das dringend behoben werden muss. Ihr Ziel ist es, mit einer speziellen Software Zugang zum Computer ihres Opfers und damit auch zu all seinen Daten zu erhalten. Zudem versuchen sie oft, dem Opfer eine Software-Lizenz oder andere „Online-Support-Dienste“ zu verkaufen. Mit der Geschichte von Simon, der sich von Martin dazu hat überreden lassen, ihm die Kontrolle über seinen Computer zu geben, sollen die vier allgemeinen Botschaften der Kampagne hervorgehoben werden, die das Risiko vermindern, Opfer eines Internetbetrugs zu werden:

Vertrauen Sie nie jemandem, den Sie nur über Internet kennen.

Geben Sie nie Ihre Passwörter oder Ihre amtlichen Dokumente weiter.

Geben Sie nie intime Fotos oder Informationen preis.

Leisten Sie nie eine Vorauszahlung, wenn Sie dem Gegenüber nicht vollständig vertrauen.

Die Kriminellen nutzen diese Form von Datendiebstahl im Internet für Vermögensdelikte. Indem die Opfer ihnen Zugang zu ihrem Computer gewähren, ermöglichen sie es den Betrügern, die Kontrolle über ihre Bank- oder Online-Konten zu übernehmen. Danach müssen die Kriminellen nur noch die persönlichen Benutzerdaten ihres Opfers nutzen, um deren Bankkonto zu leeren, in deren Namen Bestellungen aufzugeben oder Artikel zum Verkauf anzubieten, die dann ein nächstes Opfer kauft und bezahlt, aber nie erhält.

Quelle: Schweiz. Kriminalprävention